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Scheinselbständigkeit oder freie Mitarbeit?

Als Unternehmer ist es wichtig zu wissen, wo die Grenze zwischen Scheinselbständigkeit und freier Mitarbeit liegt. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige zu dem Thema.

Was ist Scheinselbständigkeit?

Unter Scheinselbständigkeit versteht man, wenn eine erwerbstätige Person nach außen als selbständiger Unternehmer in Erscheinung tritt, allerdings von der Art ihrer Tätigkeit her rechtlich als Arbeitnehmer gilt. So sollen unter anderem Steuern vermieden werden.  

Häufig kommt es zu einer Scheinselbständigkeit bei freien Mitarbeitern, die über einen Dienstvertrag nach §§ 611 ff. BGB mit einem Unternehmen verbunden sind. Bei einem Dienstvertrag schuldet der freie Mitarbeiter dem Unternehmen die vertraglich definierte Leistung - allerdings ohne wirtschaftlich, örtlich, zeitlich und hierarchisch abhängig zu sein. Entscheidend für die Abgrenzung zwischen freier Mitarbeit und Anstellungsverhältnis ist nicht, was im Vertrag niedergeschrieben wurde, sondern wie das Arbeitsverhältnis in der Praxis tatsächlich gestaltet ist.

Wann liegt eine Scheinselbständigkeit vor?

Nachfolgend finden Sie acht Merkmale für eine Scheinselbständigkeit:

 

  • Weisungsgebundenheit gegenüber dem Arbeitgeber, und zwar in zeitlicher, fachlicher und örtlicher Hinsicht
  •  Eingliederung in den Betrieb des Auftraggebers
  • Einbeziehung in den betrieblichen Ablauf
  • Keine Unternehmerinitiative, kein Unternehmerrisikio
  • Festes Entgelt
  • Anspruch auf einen Urlaub und Entgeltfortzahlungen
  • Leistungserbringung in eigener Person, keine Delegationsmöglichkeit an andere Personen
  •  Arbeitsumfang wird von anderen bestimmt

 

Ob in einem konkreten Fall nun freie Mitarbeit oder Scheinselbständigkeit vorliegt, muss auf der Grundlage einer „Gesamtabwägung“ entschieden werden. Selbst wenn einzelne Indizien für eine Scheinselbständigkeit sprechen, muss nicht automatisch ein Arbeitnehmerverhältnis vorliegen.

Übrigens: Jeder Selbständige ist verpflichtet, die Aufnahme der Selbständigkeit innerhalb von drei Monaten dem zuständigen Rentenversicherungsträger zu melden (Meldepflicht!). Versäumen Sie diese Frist, können Beiträge nachgefordert werden. Dies gilt auch, wenn Sie einen Gründungszuschuss erhalten.

Mehr Informationen zum Thema Scheinselbständigkeit finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/01_wer_ist_pflichtversichert/01a_selbststaendige/04_personen_mit_einem_auftraggeber.html
 

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